Die Indizes der Wall Street und die US-Anleiherenditen steigen, da Fed-Chef Powell die Anleger beruhigt.
Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen stieg am Mittwoch und erreichte während der asiatischen Sitzung bei 1,435% ein neues Jahreshoch. Der Future für den S&P 500 gab nach dem gestrigen Wertzuwachs von 1% etwas nach. Jerome Powell bekräftigte in seiner zweiten Anhörung vor dem Kongress, dass die Zinsen für eine lange Zeit niedrig bleiben würden. Dies beruhigte die Anleger und resultierte in einer höheren Risikobereitschaft. Anleger hatten befürchtet, dass eine höhere Inflation die Zentralbank dazu veranlassen könnte, die Geldpolitik zu straffen.
EURUSD steigt am Mittwoch auf neue Wochenhochs und stößt erstmals seit über einem Monat auf die 1,22er-Marke. Seit dem Jahrestief bei 1,1950, welches Anfang Februar ausgebildet wurde, arbeitet sich das Paar wieder in Richtung der Jahreshochs (1,2350). Am Dienstag hatte das Paar versucht, die Kurszone bei 1,2140, die seit zwei Wochen abwechselnd als Widerstand und Unterstützung dient, zu unterschreiten. EURUSD bildete am Nachmittag bei 1,2110 ein Tagestief aus. Der Ausbruchsversuch schlug jedoch fehl, da sich das Paar erholen konnte und den Tag auf dem höchsten Niveau seit dem 22. Januar schloss.
Der DE30 eröffnete am Donnerstag höher, gab jedoch zu Beginn der europäischen Sitzung nach und fiel unter den Bereich von 14.000 Punkten. Am Mittwoch schloss der Index erstmals seit dem 16. Februar über der genannten Marke, nachdem diese an den vier vorherigen Handelstagen nicht überwunden werden konnte. Der Kurs prallte immer wieder ab und wurde zurückgeworfen. Die Unterstützung bei 13.850 Punkten konnte den Index mehrmals vor einer tieferen Korrektur bewahren. Kann sich der Index rechtzeitig fangen? Der Abstand zum Allzeithoch beträgt weniger als 1,5%.
Maximilian Wienke
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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