- CDU-Parteitag findet am Freitag statt
- DE30 bildet weiteres tieferes Hoch aus
- Deutsche Autobauer kündigen US-Investitionen an
Angesichts der gestern an der Wall Street beobachteten starken Rückgänge sowie ähnlich schlechter Stimmung während der heutigen Asien-Sitzung sollte es nicht verwundern, dass die großen europäischen Aktienindizes am Mittwoch deutlich tiefer eröffneten. Fast jeder europäische Blue-Chip-Index verzeichnete Verluste von mehr als 1%, wobei die polnischen Aktien am schwächsten abschnitten. Aktien aus der Schweiz und Großbritannien sind wiederum am widerstandsfähigsten. Alle 19 Sektor-Subindizes des STOXX Europe 600 begannen den heutigen Handel tiefer, wobei Bergbauunternehmen und Banken dem stärksten Abwärtsdruck ausgesetzt waren.
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Konto eröffnen DEMO TESTEN xStation App herunterladen xStation App herunterladenDer DE30 konnte die 11.650 Punkte-Marke nicht überwinden, was zu einem weiteren tieferen Hoch führte. Der gestern beobachtete starke Rückgang deutet darauf hin, dass der deutsche Leitindex in naher Zukunft die untere Grenze der aktuellen Handelsspanne bei 11.050 Punkten testen könnte. Beachten Sie, dass der CDU-Parteitag vom Freitag eine gewisse Volatilität beim DE30 auslösen könnte. Quelle: xStation 5
Während die Anleger in Europa vor allem über die für den 11. Dezember geplante Brexit-Abstimmung besorgt sind, ist anzumerken, dass vorher eine weitere entscheidende Abstimmung im Hinblick auf die europäische Politik stattfinden wird. Die Mitglieder der Christlich Demokratischen Union (CDU) treffen sich am Freitag in Hamburg, um einen neuen Parteichef zu wählen. Da die derzeitige Vorsitzende Angela Merkel bereits angekündigt hat, dass sie nicht für eine Wiederwahl kandidieren wird, bleibt die Frage offen, wer letztendlich die Führung der Partei übernehmen wird. Einer der Favoriten ist der konservative Friedrich Merz. Sein möglicher Sieg wird jedoch als etwas gefährlich für die aktuelle CDU-Politik angesehen. Bloomberg betonte, dass mehrere CDU-Politiker befürchten, dass Merz die Migrationspolitik von Merkel in Frage stellen und die CDU wieder zu einem konservativen Ansatz drängen könnte. Da Merz als machtdurstiger Politiker gilt, besteht auch die Befürchtung, dass er Merkel wegen ihrer Taten als Bundeskanzlerin angreifen und einen Streit innerhalb der Partei riskieren könnte. Eine weitere Kandidatin ist Annegret Kramp-Karrenbauer, loyale Merkel-Anhängerin und -Unterstützerin. Allerdings kann man die bevorstehenden Wahlen als Abstimmung darüber betrachten, ob man die bisherige Politik fortsetzen oder auf den traditionellen konservativen Ansatz der CDU verlagern will.
Die endgültigen EMIs für den europäischen Dienstleistungssektor für November wurde veröffentlicht. Der Wert lag mit 53,4 Punkten etwas über der Erwartung von 53,1 Punkten. Im Gegenzug stieg der Gesamtindex von 52,4 (vorläufige Veröffentlichung) auf 52,7 Punkte. Wie bei der EMI-Revision üblich, war keine größere Preisbewegung am EUR-Markt zu erkennen.
Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
- DE30: -0,88%
- FTSE 100 (UK100): -1,09%
- CAC 40 (FRA40): -0,92%
- IBEX (SPA35): -0,79%
- FTSE MIB (ITA40): -0,47%
Die deutsche Automobilindustrie erweist sich als relativ resistent gegenüber dem heutigen Abwärtsdruck. Quelle: Bloomberg
Unternehmensnachrichten
Herbert Diess, der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen (VOW.DE / WKN: 766403), deutete gestern auf eine mögliche Zusammenarbeit mit einem großen US-Unternehmen hin. Diess sagte, dass Volkswagen seine Produktionskapazität in den USA erhöhen müsse, und in diesem Fall wird erwägt, die Produktionsstätten von Ford (F.US / US3453708600) für die Herstellung seiner Volkswagen- und Audi-Fahrzeuge zu nutzen. Interessant ist jedoch, dass Volkswagen sein US-Produktionswerk derzeit nicht voll auslastet. Warum hat Diess auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Kapazitäten in den USA zu erhöhen? Der Grund ist einfach: Politik. Die Bemerkungen von Diess wurden im Anschluss an das gestrige Treffen der Führungskräfte der deutschen Automobilhersteller im Weißen Haus geäußert und könnten als Versuch angesehen werden, Trumps Haltung gegenüber der europäischen Automobilindustrie zu lockern.
Auch Nicolas Peter, Finanzchef von BMW (BMW.DE / WKN: 519000), schlug einen ähnlichen Ton ein. Peter bekräftigte, dass BMW über die Eröffnung einer zweiten Produktionsstätte in den USA nachdenkt, die Antriebsstränge für seine Autos produzieren würde. Erinnern wir uns daran, dass das Unternehmen plant, bis zum Sommer 2019 ein neues Werk in Mexiko zu eröffnen.
Bayer (BAYN.DE / WKN: BAY001) und HeidelbergCement (HEI.DE /WKN: 604700) waren in letzter Zeit von einigen positiven Analystenreaktionen betroffen. Bayer wurde durch die DZ Bank auf "Buy" heraufgestuft, HeidelbergCement wurde durch JPMorgan auf "Overweight" heraufgestuft. Die Preisziele wurden auf 81 EUR bzw. 73 EUR festgelegt. Dennoch sind beiden Aktien heute angesichts der allgemein schlechten Stimmung rückläufig.
Die VW-Aktie war in letzter Zeit von hektischen Kursschwankungen betroffen. Die Aufwärtsbewegungen scheinen durch den 200er EMA begrenzt zu sein, der mit der Widerstandszone zwischen 155 und 157 EUR übereinstimmt. Es ist zu beachten, dass es bisher dem oben genannten Durchschnittswert gelungen ist, die Preisbewegungen auf der Oberseite zu stoppen (orange Kreise). Quelle: xStation 5
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