- Bärische Eröffnung auf 2-Jahrestief
- Können Käufer neuen Ausverkauf verhindern?
- Technische Perspektive lässt nichts Gutes erahnen
Der deutsche Leitindex notiert mehr als 800 Punkte unter seinem Hoch der vergangenen Woche und konnte bislang bei keiner technischen Unterstützung Halt finden. Was könnten wir für die nächsten Trades aus den Charts herauslesen? Kommen wir vorab noch auf das Ergebnis des CDU-Parteitags zu sprechen.
Annegret Kramp-Karrenbauer neue Parteivorsitzende
Am Freitag gewann Annegret Kramp-Karrenbauer beim CDU-Parteitag in Hamburg mit 517 zu 482 Stimmen die Stichwahl gegen Friedrich Merz. Die neue Parteivorsitzende wird Angela Merkel nach 18 Jahren ablösen und angesichts der ähnlichen Ansichten bei vielen Schlüsselfragen könnte die bisherige Politik weiter fortgesetzt werden. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Angela Merkel bis 2021 ihr Amt als Bundeskanzlerin behält bzw. dass Annegret Kramp-Karrenbauer für die CDU als potenzielle Nachfolgerin kandidieren könnte. Viele stehen dem Ergebnis wiederum kritisch gegenüber, wie beispielsweise der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder: „Merz war eine Chance zu mehr Mut und Herausforderung. Vor allem wäre Merz die Chance gewesen, dass sich die beiden Volksparteien wieder stärker voneinander abheben und so die Ränder links und rechts wieder schwächer werden“. Insbesondere der Wirtschaftsflügel der CDU dürfte über die Niederlage des marktfreundlichen Merz enttäuscht sein. Die Danske Bank sprach wiederum von einem positiven Ergebnis für die europäische Politik bzw. für das Voranbringen von Reformen auf EU-Ebene.
W1-Chart
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Konto eröffnen DEMO TESTEN xStation App herunterladen xStation App herunterladenWird die Abwärtsbewegung fortgesetzt oder gelingt eine frühzeitige Umkehrung? Quelle: xStation 5
Die globalen Sorgen um eine Wachstumsverlangsamung belasten derzeit den deutschen Aktienmarkt. Nach einer Konsolidierung um den 200er EMA erlebten wir eine neue Verkaufswelle und schlossen am Freitagabend auf der Höhe des Wochentiefs. Der Ausbruch aus dem bärischen Trendkanal ausgehend vom Allzeithoch sowie ein bevorstehendes “Death Cross” des 50er und 200er EMA (oranger Kreis) könnten technisch gesehen eine Bewegung in Richtung 10.000 Punkte mit sich bringen. Zwischen 2014 und 2017 haben wir um diese psychologisch wichtige Marke einige Kursbewegungen gesehen. Auch wenn der DE30 von seinem Allzeithoch mehr als ein Viertel seines Wertes verloren hat, liegen die Hoffnungen auf eine frühzeitige Umkehrung. Doch wie wahrscheinlich ist solch ein Szenario? Nach kleineren korrektiven Bewegungen im Aufwärtstrend waren durchaus schärfere Umkehrungen (grüne Kreise) zu beobachten, bei größeren “Einbrüchen” kam es jedoch oftmals erst nach langen unteren Schatten (blaue Pfeile) zu einer Wiederaufnahme des Trends. Berücksichtigen Sie zudem, dass wir stark gegen den Trend arbeiten, wir heute Morgen ein 2-Jahrestief ausgebildet haben und der RSI als auch der MACD klar die Unterseite zu favorisieren scheinen. Eine Umkehrung sollte dennoch nicht ausgeschlossen werden, der W1-Chart wird uns allerdings keine weiteren Hinweise dafür liefern können.
M30-Chart
Die Bullen müssen Willenskraft zeigen, um Schlimmeres verhindern zu können. Quelle: xStation 5
Wechseln wir in eine kleinere Zeiteinheit, den M30-Chart. Auf den ersten Blick fällt auf, dass der DE30 in der vergangenen Handelswoche - bis auf die höhere Eröffnung am Montag - ausschließlich mit Rückgängen zu kämpfen hatte. Nach dem Bruch des 200er EMA beschleunigte sich die Abwärtsbewegung und die Marktteilnehmer ließen auf dem Weg Richtung Süden am Donnerstag sogar das Gap (blaues Rechteck) offen. Bislang waren die Erholungsversuche der Bullen weniger ernstzunehmen und auch am Montagmittag scheitern wir nach einer Bodenbildung an der ersten wichtigen Hürde: Dem Tief vom Donnerstag (oranger Kreis). Der deutsche Leitindex hat also weiter Schwierigkeiten den Kurs zu stabilisieren und sollte sich daran bald nichts ändern, wären tiefere Tiefs durchaus eine Option. Auch der RSI, der oft als Frühindikator genutzt werden kann, bleibt seit Dienstag unterhalb der 50er Marke. Letztendlich brauchen wir einen Befreiungsschlag oberhalb der kurzfristigen Abwärtstrendlinie (siehe Chart), um das Vertrauen zumindest etwas zu stärken. Im Kontext der oben diskutierten Umkehrung sollte dieser Bereich genauestens beobachtet werden. Die Bullen müssen jedoch bald aktiv werden, um Schlimmeres zu verhindern.
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